Unser Haus in der Nähe von Celle stammt von 1968. Zwei Räume werden warm, das Arbeitszimmer im Nordwesten nie. Im letzten Winter habe ich dort mit Decke, dickem Pullover und Handschuhen gesessen – bei gemessenen 15 bis 16 Grad. Die Zentralheizung höher zu drehen war keine Lösung: Dann heize ich das ganze Haus mit, nur damit ein einziger Raum erträglich wird.
Eine Kollegin erzählte mir vom HEATEC Pro, einem kompakten Keramik-Heizer mit PTC-Technik. Statt eines glühenden Heizdrahts stecken darin Keramikelemente, die sich ab einer bestimmten Temperatur selbst abregeln. Das Gerät steht seitdem links neben meinem Schreibtisch, auf der Kommode.
Was mich überzeugt hat, ist nicht die reine Leistung, sondern die Reaktionszeit. Ich schalte ein, und nach wenigen Sekunden kommt warme Luft – nicht nach zwanzig Minuten wie beim alten Ölradiator. Ich heize nur, solange ich am Schreibtisch sitze, und schalte danach ab. Der Timer übernimmt das inzwischen von allein.
„Vorher: 15 Grad, Decke über den Knien, nach zwei Stunden Schluss. Nachher: Ich arbeite den ganzen Vormittag im Pullover durch – und die Zentralheizung bleibt eine Stufe niedriger als im Vorjahr.“
Ehrlich bleiben muss man trotzdem: Ein Gerät dieser Größe ersetzt keine Heizung für das ganze Haus. Es macht einen Raum warm, in dem Sie sich gerade aufhalten. Genau das war bei mir aber der Punkt – und ob unter dem Strich gespart wird, hängt davon ab, wie viel Zentralheizung Sie dafür einsparen und was Ihre Kilowattstunde kostet.
Zwei praktische Dinge fielen mir noch auf: Das Gehäuse bleibt außen kühl genug, um das Gerät im Betrieb umzustellen, und es ist wirklich leise. Ich telefoniere daneben, ohne dass sich jemand beschwert.
